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Einführung Akupunktur und Moxibustion Chinesische Kräutertherapie Ohrakupunktur Schröpfen Gua Sha EinführungJeder chinesischen Heilmethode
geht eine ausführliche Chinesische Diagnose voraus, die von der
westlichen Diagnose völlig verschieden ist. Entsprechend nimmt auch
der Therapieplan einen völlig anderen Weg. Es wird sehr viel Wert
darauf gelegt die Wurzel zu behandeln und nicht nur die Symptome. Meist
lassen sich auch viele verschiedene Krankheitszeichen, die von der
westlichen Medizin als verschiedene Krankheiten betrachtet und auch
behandelt werden, auf eine Wurzel zurückführen und gleichzeitig
behandeln. Zum Beispiel wundert es keinen Chinesischen Mediziner, dass
Menschen mit Neurodermitis auch zu Asthma neigen, weil Haut und Lunge
nach ihren jahrtausendelangen Beobachtungen eng miteinander verbunden
sind.
Entsprechend der Chinesischen Diagnose wird ein Therapieplan erstellt, der meist aus einer Kombination der unten aufgeführten Therapien besteht. Akupunktur und MoxibustionDer Begriff Akupunktur ist gegen Ende des 17. Jahrhunderts von Europäern aus den lateinischen Worten acus (die Nadel) und pungere (stechen)
gebildet worden. China-Reisende der damaligen Zeit beschrieben damit
Ihre Beobachtungen, wie chinesische Ärzte ihre Patienten
behandelten, indem sie ihnen eine oder mehrere Nadeln in den
Körper einstachen. Was die Europäer nach oberflächlicher
Betrachtung Akupunktur nannten ist ein Teil von ZhenJiu, einer Therapie, die sich seit etwa 2200 Jahren methodisch entwickelt hat. ZhenJiu könnte
man als "Nadeln und Moxen" übersetzen, wobei man mit Moxen oder
Moxa das Abbrennen von Beifuß-Kraut an einem Punkt der
Körperoberfläche bezeichnet.
Das "Nadeln und Moxen" ist die zweitwichtigste Behandlungsmethode der Chinesischen Medizin nach der Kräutertherapie. Diese beiden Methoden ergänzen sich hervorragend. Quelle: Porkert, Manfred: Die chinesische Medizin. Econ-Verlag
Informationen zu Akupunktur und Moxibustion im WWW:Krankheiten,
bei denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Akupunktur für
eine geeignete Behandlungsmethode hält (in englischer Sprache)
Indikationen für die Anwendung Chinesischer Medizin nach dem Ärzte-Forum für Akupunktur (hier sind noch weitere interessante Informationen zur Chinesischen Medizin zu finden) Chinesische KräutertherapieBei
der chinesischen Kräutertherapie werden Rezepturen aus
Pflanzenteilen, Mineralien und teilweise auch Tierprodukten verwendet.
Die meisten klassischen Rezepturen werden seit mehrern hundert, ja
teilweise sogar seit über tausend Jahren erfolgreich
verwendet.
Diese Rezepturen werden nach dem individuellen Krankheitsbild und der Konstitution ausgewählt und bei Bedarf dem jeweiligen Patienten in Zusammensetzung und Dosierung angepasst. Die meisten Rezepturen wurden als Dekokte, Pillen oder Pulver verabreicht. Inzwischen gibt es viele klassische Rezepturen auch in Tablettenform, was die Einnahme der Chinesischen Arzneien stark vereinfacht hat. Mit der chinesischen Kräutertherapie können akute wie auch chronische Krankheiten behandelt werden. Zurück nach oben OhrakupunkturDie
Ohrakupunktur oder auch Auriculotherapie wurde in den fünfziger
Jahren von dem Arzt Paul Nogier entdeckt und weiterentwickelt. Er hatte
wiederholt bei seinen Patienten Narben an bestimmten Stellen im Ohr von
früheren Behandlungen festgestellt. Während er sich
näher damit befasste stellte er fest, dass Körperteile und
Organe an bestimmten Stellen im Ohr abgebildet werden.
Ähnlich wie bei den Fußreflexzonen führen Störungen in den betreffonen Organen bzw. Körperteilen dazu, dass die entsprechenden Stellen im Ohr empfindlicher auf Druck reagieren als andere Stellen. Umgekehrt kann ich durch Reize, die an diesen Stellen im Ohr gesetzt werden, auf das betroffene Organ oder Körperteil regulierend einwirken. Heute wird die Ohrakupunktur nicht nur in der Schmerztherapie oder bei inneren Erkrankungen eingesetzt. Sie wird auch erfolgreich in der Suchtbehandlung und zumindest ergänzend auch bei anderen psychischen Problemen verwendet. Zurück nach oben SchröpfenSchröpfen
ist eine Therapie, die nicht nur in der Chinesischen Medizin
sondern vermutlich in naturheilkundlichen Medizinrichtungen aller
Völker verwendet wird oder zumindest verwendet wurde. Es
zählt zu den ausleitenden Verfahren, bei denen "schlechte
Säfte" oder eingedrungene, krankmachende Faktoren wie etwa
"Wind-Kälte" über die Haut aus dem Körper gezogen wird.
Auch in Europa wurde in der Vergangenheit geschröpft um
Krankheiten zu behandeln. Dabei werden Glasbecher, die sogenannten
Schröpfköpfe, in denen mit Hilfe von Feuer oder Pumpen ein
Unterdruck erzeugt wird, auf die Haut aufgesetzt. Durch den Unterdruck
saugen sich die Schröpfköpfe fest, die dann für einige
Zeit auf der Haut belassen werden.
Zu Beginn einer Erkältung angewendet verhindert eine Schröpftherapie oft das Ausbrechen der Krankheit. Bei Verspannungen der Muskulatur verschafft Schröpfen oder eine Schröpfmassage starke Linderung. Zurück nach oben Gua ShaEine weitere, ebenso alte wie altbewährte Technik der Chinesische Medizin
stellt Gua Sha dar. Diese Methode eignet sich besonders gut für Beschwerden
des Bewegungsapparates, Muskel- und Gelenkschmerzen, aber auch für grippale
Infekte, ähnlich der Schröpftherapie.
Das schmerzende Körperareal wird mit Öl oder einer Salbe eingerieben, danach wird die Körperoberfläche in diesem Areal mit Hilfe eines Gegenstandes, dessen Kanten entsprechend abgerundet sind, gerieben. Geeignet dafür ist etwa ein chinesischer Suppenlöffel, der mit seinen abgerundeten Kanten keine Schmerzen erzeugt und dessen Form sich an praktisch alle Körperareale anschmiegt. Verwendet werden können aber auch Deckel von Marmeladegläsern oder ähnliches. Traditionell werden entsprechend geformte Teile aus Horn oder Jade verwendet. Gerieben wird solange bis sich die oberflächlichen Blutgefässe zu öffnen beginnen und die Haut entsprechend gerötet ist. Durch diese Reizung wird die Durchblutung des entsprechenden Areals gefördert und der Stoffwechsel im darunterliegenden Gewebe angeregt. Die Methode eignet sich als therapeutische Technik in der Praxis ebenso wie zur Selbstbehandlung oder zur Behandlung des Partners. |